GiebichenStein Designpreis




Jährlich kürt der Designpreis der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle herausragende studentische Projekte in fünf Kategorien. Der Preis sieht sich als Schnittstelle zwischen Ausbildung und Abschluss. Gekürt werden die Arbeiten mit einem Porphyrstein – jenem Mineral, auf dem die Burg Giebichenstein steht. In der Kunststiftung Halle, die in unmittelbarer Nähe des Design-Campus ist, findet die Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten statt.

Der Wettbewerb ist gestalterisch untergliedert in die Bewerbungskampagne, die Bekanntmachung der Nominierten und die abschließende Ausstellung.

2017


Frei nach dem Späti-Motto „Open“ bediente ich mich für die visuelle Gestaltung des GiebichenStein Designpreises 2017 an einer Leuchtröhren- und Späti-Ästhetik. Sie findet sich sowohl in der Typografie als auch in der Objekt- und Ausstellungsgestaltung wieder. Leuchtkästen wurden beklebt und dienten
Die Kampagne entstand in Zusammenarbeit mit Franziska Müller. Ich entwickelte das visuelle Gestaltungskonzept für Print und Ausstellung und lehnte mich dabei an die Leuchtröhrenschrift von OPEN-Tafeln Kiosken und Spätis.
Neben klassischen Werbeflyern installierten wir auf dem Designcampus Leuchtkästen, die als sehr große Werbetafeln für die Bewerbungskampagne dienten. Die Leuchtkästen nutzten wir ebenfalls als installative Poster, um die Ausstellung mit den nominierten Arbeiten zu bewerben. Schlussendlich wurden sie erneut umgestaltet und dekorierten die Ausstellung.

2018


Grelle, neonfarbene Poster warben vor allem im öffentlichen Raum für die Teilnahme und später die Ausstellung der nominierten Projekte. Im Mittelpunkt stehen eine laute Typografie und der Porphyrstein.

2019


Zusammen mit Katharina Eichner entstanden großflächige Objekte, die zur Bewerbung aufriefen. Wir machten uns die Kitsch-Ästhetik mithilfe vom sogenannten Acrylic Pouring zunutze. In dieser Technik wird Acrylfarbe mit einem Verflüssigungsmittel gemischt, in Pfützen auf die Leinwand gegossen (in unserem Fall: MDF-Platten) und anschließend der Untergrund in langsam kontrollierten Bewegungen hin- und hergeschwenkt. Es entstehen so hypnotische Zufallskunstwerke. Auf diesem farbigen Untergrund wurden Stelen platziert, die ebenfalls eine Acryl gegossene Oberseite hatten – diese ist stellvertretend für die gekürten Studentischen Arbeiten zu verstehen. Es entstanden Ausstellungsplakate und -einladungen, Banner und Gewinner*innenurkunden.


2021

Auch in diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, das visuelle Erscheinungsbild für den Wettbewerb und die anschließende Ausstellung zu entwickeln. Im visuellen Mittelpunkt stand die Spur, die sich manchmal durch den Raum verirrt, aber auch zentral die Form des GiebichenSteins bildet.